Samstag, 22. Juni 2013

Das Haus am Meer

Jetzt ist es ganz offiziell: Wir haben ein Haus am Meer, in der Normandie. OK, eher ein Häuschen. Und das Meer ist 4 km entfernt und lässt sich maximal am Horizont erahnen. Aaaaaaber für uns ist es definitiv das Paradies.


Hier und da habt ihr ja in letzter Zeit schon Bilder davon gesehen. Das Haus befindet sich gerade mitten in der Verwandlung vom vergessenen Ort zu unserem zweiten Zuhause. Einen Teil machen wir selbst, einen Teil machen Profis. Und die sind gerade am Werk. Bald fahren wir wieder hin, dann werden die ersten Räume fertiggestellt. Aber vorher möchte ich euch gerne die Geschichte von unserem Haus erzählen. Also, wie alles begann ...

Eigentlich haben wir uns nie als Hausbesitzer gesehen. Mit Kindern wäre der Traum vom Haus im Grünen sicherlich dringender gewesen. Aber während um uns herum quasi der Nestbautrieb "tobt", fühlen wir uns in unserer Wohnung im Herzen der Stadt sehr wohl. Davon abgesehen sind Häuser in & um Düsseldorf ein äußerst teures Vergnügen.

Unsere Liebe zu Frankreich ist ja kein Geheimnis, wenn man mich bzw. meinen Blog schon etwas länger kennt. In den letzten Jahren waren wir immer wieder dort - meist 2 x pro Jahr für etwas länger in einem gemieteten Ferienhaus (entweder hier oder hier direkt bei den Vermietern gebucht) und oft zusätzlich für ein paar Tage in Paris (in diesem Hotel z. B.) oder zum Zwischenstopp in Nordfrankreich (z. B. hier). Ja, wir sind wohl das, was man als frankophil bezeichnet. Wir lieben die Menschen, die Landschaft, das Essen dort.

Ein kleines, eigenes Feriendomizil in Frankreich zu haben, wurde irgendwann eine vage Idee. Ein zweites Zuhause, genau nach unseren ganz speziellen Vorstellungen eingerichtet und immer verfügbar, wenn wir Zeit für Frankreich haben. Aber es war nicht mehr als ein kleiner Traum, ganz ganz weit am Horizont. Irgendwann. Vielleicht. Mal sehen. Klar waren eigentlich nur zwei Sachen: wenn, muss es auch für ein langes Wochenende erreichbar und ohne Fremdvermietung realisierbar sein.

Und dann begegnete uns im Spätsommer letzten Jahres dieses kleine Häuschen. Ohne wirklich danach zu suchen. Baujahr 1950, knapp 550 km entfernt von Düsseldorf und ziemlich günstig ... aber auch ziemlich renovierungsbedürftig. Immobilienmakler würden wohl dazu sagen: "Mit viel Raum für Ihre eigenen kreativen Ideen." Joa, das stimmt.


Zunächst kommunizierten wir mit den (praktischerweise ebenfalls deutschen) Eigentümern intensiv per Mail, erhielten viele Infos, Fotos und den Grundriss. Im Oktober 2012 haben wir das Haus zum ersten Mal besichtigt. Und anschließend begann die Entscheidungsfindung, die wir uns nicht leicht gemacht haben - bis klar war: wir tun's!

Dann folgten die Formalitäten: In Frankreich nicht anders als hier, läuft der Immobilienkauf über Notar und Behörden und braucht seine Zeit. Mehr als 6 Monate in unserem Fall.

Und nun werden wir Schritt für Schritt renovieren und verschönern. Einiges ist schon geschafft, aber genug Arbeit liegt noch vor uns. Wir haben auf jeden Fall schon viel gelernt bei diesem "Projekt" - über das Renovieren, französische Gegebenheiten, aber auch unsere Stärken. Gemeinsam können wir daran wachsen.

Alle paar Wochen geht es jetzt also nach Frankreich - ins Grüne, ans Meer, zum arbeiten und entspannen. Schon beim ersten Aufenthalt konnten wir so gut abschalten vom Alltag wie in keinem Urlaub zuvor. In Zukunft erzähle und zeige ich hier also sicherlich noch mehr über das Haus am Meer.



Kommentare:

janalena hat gesagt…

Oh ja Jessica, man konnte ja schon ein paar Layouts und Minis von und über das kleine Haus "am Meer" bewundern. Ich gratuliere Euch zu Eurer Entscheidung und wünsche Euch jetzt schon seeeeeeeeehr viele gemütliche und entspannte Stunden in diesem wirklichen Traum von Haus.

LG Susanne

scrapkat hat gesagt…

Haaach und ich freu mich schon jetzt auf deine nächsten Berichte über euren französischen Traum :D

Gruß scrapkat